Bildung

 

Wir sehen unsere Kindertagesstätte als schulvorbereitende und familienergänzende Einrichtung. Im Orientierungsplan des Landes Baden-Württemberg werden im Sinne einer ganzheitlichen Bildung 6 Lernfelder unterschieden.

 

Körper

In den ersten Lebensjahren eines Kindes werden wichtige Grundlagen gelegt für ein positives Körpergefühl, Gesundheitsbewusstsein, richtige Ernährung und viel Bewegung. Mittels des Lernfeldes „Körper“ werden somit im Kindergarten folgende Ziele verfolgt: Erwerb von Wissen über den eigenen Körper und Entwicklung/Ausbau der kindlichen Fähigkeiten bezüglich Kondition, Koordination, Grob- und Feinmotorik sowie Entdeckung des Körpers zum Ausdruck von Kunst, Tanz, Musik, Rollenspiel, Theater. Ebenso die Entwicklung eines ersten Verständnisses für die Gesunderhaltung des Körpers ist Ziel dieses Lernfeldes.

 

Beispiele: Naturtag, Bewegungserziehung, Bewegungsbaustelle, Bewegungslieder, Singkreis, täglich Bewegung im Freien, Gesundheitsthema (z.B. Zahnpflege, Körperpflege, ...)

 

Sinne

Kinder nehmen ihre Umwelt über ihre Sinne wahr und erforschen und entdecken die Welt durch Sehen, Hören, Fühlen, Tasten, Riechen, Schmecken. Ziel dieses Lernfeldes ist es, diese Sinne zu entwickeln, zu schärfen und zu schulen, damit Kinder durch die differenzierte Nutzung ihrer Sinne lernen, sich in der Welt zu orientieren, ihr Leben zu gestalten, sich auszudrücken, aber auch achtsam zu sein.

 

Beispiele: Ernährungspädagogik, Ausprobieren mit unseren Sinnen, Umgang mit Farben, Bildbetrachtungen, Stilleübungen, Fantasiereisen, Klangschalenmeditationen

 

Sprache

Sprachbeherrschung hat für alle weiteren Lebens- und Lernprozesse von Kindern eine äußerst wichtige Bedeutung. Sprachdefizite schon bei Kindergartenkindern sind entsprechend Defizite für das weitere Leben und Lernen. Aus diesem Grund verfolgt der Kindergarten folgende Zielsetzungen: Erweiterung und Verbesserung der verbalen und nonverbalen Ausdrucksfähigkeiten der Kinder als Mittel der Kommunikation, zur eigenen Zielerreichung und zur Gestaltung des Zusammenlebens mit anderen. Sprache wird dabei auch verknüpft mit Musik, und Kinder lernen die Schrift als alltäglichen Teil ihrer Lebensumwelt kennen und setzen sie ein. Für die Sprachentwicklung und Sprachschatzerweiterung besucht uns wöchentlich unsere Lesepatin und erfreut die Kinder mit Geschichten und vielerlei Literatur.

 

Beispiele: Erzähl- und Zeigerunde, Bilderbücher, Besuch im Bücherbus, Rollenspiele, Hören-Lauschen-Lernen (Vorschulprogramm)

 

Denken

In diesem Lernfeld geht es um logisches Denken, Erfassen von Ursache-Wirkungszusammenhängen, Erkennen von Regeln, um schlussfolgerndes Denken und um Mitdenken. Auf diese Weise wird kindgerecht naturwissenschaftliches und mathematisches Denken geschult. Ziele dieses Lernfeldes bestehen also darin, dass Kinder Muster, Regeln, Symbole erkennen, um die Welt zu erfassen. Dass sie Mengenvorstellungen entwickeln und Ziffern erkennen. Dass sie experimentieren, eigene mathematische und technische Ideen verfolgen, Fragen stellen, Antworten suchen, Freude am Mitdenken haben.

 

Beispiele: ABC-Treff (Vorschulprogramm), Experimente, Jahresthema „Kalender“, Singen, Zahlengeschichten, Tischspiele

 

Gefühl und Mitgefühl

Die sogenannte „emotionale Intelligenz“ ist mitentscheidend für Erfolg und Zufriedenheit im Leben. Basis dafür sind drei Fähigkeiten: die Selbstreflexion (Kind soll merken, wenn ein Gefühl von ihm Besitz ergreift), den angemessenen Umgang mit eigenen Gefühlen und das Mitgefühl für andere. Im Kindergarten werden die Grundsteine für die soziale und emotionale Entwicklung des Kindes gelegt, woraus sich die folgenden Zielsetzungen ergeben: Kinder sollen ein Bewusstsein für die eigenen Emotionen entwickeln und lernen, sozial verträglich damit umzugehen. Sie sollen Einfühlungsvermögen und damit Wertschätzung gegenüber anderen und deren Gefühlen entwickeln, und angemessen reagieren lernen. Auch Mitgefühl gegenüber Tieren und der Natur gehört zu diesem Lernfeld, sowie ein Gespür für positives Nichtstun und „die-Seele-baumeln-lassen“.

 

Beispiele: Erzähl- und Zeigerunde, Tanz, Klanggeschichten, Rollen- und Stegreifspiele

 

Sinn, Werte, Religion

Kinder begegnen der Welt grundsätzlich offen. Eine ihrer wesentlichen Entwicklungsaufgaben dabei ist es, sich in der Fülle von Eindrücken, Erfahrungen, Anforderungen und Begegnungen zurecht zu finden. Dazu bedarf es eines Sinnhorizontes und eines Wertgefüges, das Orientierung und Halt gibt. Ziel dieses Lernfeldes ist es daher, den Kindern christliche Grundwerte zu vermitteln, ihnen Hilfestellung zu geben, eine positive Grundeinstellung und Vertrauen zum Leben zu entwickeln sowie ihnen Werte und Traditionen zu vermitteln.

 

Beispiele: Gemeinsames Vesper mit Tischgebet, Mitgestaltung von zwei Familiengottesdiensten, Biblische Geschichten, Festgestaltungen, Verantwortung übernehmen, Konfliktgestaltung