Mittwoch-Treff

40 Jahre Mittwoch-Treff – Rückblick und Abschied

Im Oktober 1978 hat der Mittwoch-Treff in Riedenberg zum ersten Mal zu einem bunten Programm eingeladen: Familienausflug nach Schloss Hohenheim, Vortrag über „Kind und Buch“, Basteln für den Basar und Gespräch über die Frage „Wie feiern wir Weihnachten in der Familie?“ Als „Frauen-Kontaktgruppe der evangelischen Kirchengemeinde“ stellten wir uns vor; die meisten waren junge Mütter, für die ein Vormittag unter der Woche, wenn  die Schul- und Kindergartenkinder versorgt sind, am besten gepasst hat. Man traf sich reihum in den Häusern, und willkommen war „jeder, der sich bei uns wohlfühlt“. Von Anfang an wurde das Programm von einem stets wechselnden Team zusammengestellt. Daß dies trotz gelegentlicher Flauten 40 Jahre lang funktioniert hat, ist ein echtes Wunder!

Das Angebot des Mittwoch-Treffs ist bis heute mit einer bunten Mischung aus Vorträgen, Diskussionen und Ausflügen interessant und abwechslungsreich geblieben; das Praktische, wie das Basteln, hat allerdings stark nachgelassen und die Themen aus den Bereichen Kinder und Küche haben Platz gemacht für mehr Kirche und Kultur; dafür wurde aber schon nach einem halben Jahr ein regelmäßiger „Schwatz“ eingeführt, da der Bedarf nach Austausch über Alltägliches so groß war!

Im Lauf der Zeit sind viele neue Frauen dazugekommen, andere sind durch Wegzug, Berufstätigkeit oder aus anderen Gründen weggeblieben, manche sind nach einigen Jahren auch wieder zurückgekehrt. Insgesamt ist der Kreis in den ersten Jahren stetig gewachsen, sodass es zunehmend schwierig wurde, die Treffen in den Wohnzimmern der Verantwortlichen abzuhalten – geschweige denn die Spirale der immer besseren Verpflegung aufrecht zu erhalten! So fanden die Treffen immer häufiger (ab 2002 nur noch) in den Räumen der Kirchengemeinde bei Kaffee, Hefezopf und Brezeln statt.

Inzwischen ist aus der reinen Frauengruppe ein Kreis geworden, bei dem sich auch Männer wohl fühlen können. Wir haben auch alle das Ruhestandalter erreicht, genießen die neue Freiheit, treffen uns aber außerdem noch gerne regelmäßig vor Ort. Allerdings kommen mit dem Alter auch neue Verpflichtungen und persönliche Einschränkungen, und die Schwierigkeiten bei der regelmäßigen Suche nach einem neuen Programm-Team sind immer größer geworden. Unser schönes Treffen drohte mehrmals sang- und klanglos auseinanderzulaufen. So haben wir beschlossen, bis zum 40-jährigen Jubiläum durchzuhalten und dann mit einem Fest am 18. Juli Abschied zu nehmen.

Und was kommt danach? Wir sind gespannt!

Katharina Goodwin